Sich selbst liebevoll zuwenden

 

Karindrawings:
„…sobald ich merke, dass ich mir einrede nicht gut genug, nicht diszipliniert genug, nicht dies und nicht jenes zu sein, und nichts wert zu sein, setz ich mich hin, und fühl den ganzen Scheiß. Dieses kaputte, überforderte Kind, was alles richtig machen will, um lieb gehabt zu werden. Ich hol´mich nach Hause. Zurück. Geduldig. Und alles darf sein, um wieder ganz zu sein.“ (*Werbung* Grafik hier bestellen)

Und wieder stehen die Weihnachtsfeiertage plötzlich und unerwartet vor der Tür!
Das Fest der Liebe und des Friedens. Manch einer wird beim Lesen dieser Worte schon einen Stressknoten im Magen fühlen. Da taucht die Sorge auf, sich wieder innerlich fertig zu machen, sich einzureden, es nicht gut genug zu machen, es nicht für alle recht zu machen und am Ende vielleicht sogar tatsächlich der Gedanke, nicht genug wert zu sein.

Wir kennen das alle.

Ich mach das dann immer so: ich setze mich hin und schäle eine Mandarine!

Vor fast 20 Jahren hat mir mal ein mitfühlender Mensch in einer belastenden Situation eine sehr hübsche Holzschale mit Mandarinen geschenkt. Die habe ich noch immer.

Also: ich schäle eine Mandarine.

Dann schließe ich die Augen und lade meine inneren Selbstanteile zum gemeinsamen Mandarinen-Essen ein. Manchmal taucht da auch ein „inneres Kind“ auf. Das isst besonders gern Mandarinen.  Das wollte auch immer alles richtig machen, um geliebt zu werden, war am Ende völlig überfordert und kaputt. Eigentlich ist das inzwischen gut versorgt. Aber manchmal ganz heimlich, taucht es unter dem Rock wieder auf. Dann wende ich mich ihm liebevoll zu, nehme es in den Arm und erinnere mich:
Ich habe immer mehrere Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten und treffe meine Entscheidungen jetzt ganz bewusst. Dabei gilt:
1. Ich erlaube mir, nicht alles richtig zu machen.
2. Ich erlaube mir, es nicht allen recht zu machen.
3. Ich traue den anderen zu, dass sie als erwachsene Menschen mit meinen Entscheidungen klarkommen.

In der Regel bin ich dann ganz überrascht, dass es weit weniger schwierig ist, als gedacht. Denn hinter diesem ganzen Erwartung-erfüllen-wollen stehen ja immer nur Hypothesen, die man durchaus zunächst prüfen sollte.

So wünsche ich Ihnen allen ein entspanntes Weihnachtsfest mit besinnlichem Mandarinenschälen,
… dass es gelingen möge, sich die innere Freiheit zu nehmen, nicht alle Erwartungen zu erfüllen und stattdessen das eigene Kraftreservoir liebevoll und selbstverantwortlich im Blick zu behalten!

Ihr Kommentar
  • …und grad vorhin schälte ich eine Mandarine… und den Text dazu las ich jetzt…und die Gedanken dazu kommen später… und das Schwitzen in der Sauna ist wie das Schälen der Mandarine mit Gedanken zum Text…

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