Arbeitsweise

ARBEITSWEISE

Die Psychotherapie ist meine Berufung und ich fühle mich mit Herzblut bei meiner Arbeit.
Ich höre zu, frage nach, versuche zu verstehen, fühle mich ein und lasse mich berühren von den Lebensgeschichten meiner Klienten. Nur so kann ich wirklich für sie da sein.

Besonders dann, wenn das Verstehen und Erklären-können an Grenzen stößt, geht es darum, mich emotional neben den Klienten zu stellen,um  eine Ahnung davon aufzubauen, wie es sich gerade anfühlt und was es braucht, damit der Klient/die Klientin wieder in die inneren Stärken finden kann.

Dabei erlebe ich immer wieder, wie wesentlich für den inneren Heilungsprozess die Erfahrung von achtsamer Zuwendung und innerer Resonanz  innerhalb der Therapiebeziehung ist. Dies ist ja inzwischen auch mehrfach wissenschaftlich belegt.

Es ist mir wichtig, die Strategien zu würdigen, die der Einzelne für die Problemlösung schon vor dem ersten Besuch der Praxis ausprobiert hat. Wenngleich dies vielleicht nicht optimal verlaufen ist – sonst wäre die Klientin/der Klient nicht in die Praxis gekommen. Aber darin wichtige Kompetenzen, die wir für den Therapieprozess nutzen können.

So schauen wir gemeinsam, was vielleicht stattdessen besser geeignet wäre, um die persönlichen Ziele zu erreichen.

Ich orientiere mich in meiner Arbeit an den 12 Merkmalen für eine wirksame Psychotherapie,
wie sie von Dr. Christian Dogs sehr treffend formuliert wurden: …lesen Sie hier…
(Dr. Christian Dogs, Focus-Online-Experte, Ärztlicher Direktor der Psychosomatischen Fachklinik der Max Grundig Klinik in Bühl)

Systemisch-lösungsorientiertes Arbeiten

…bedeutet für mich, dass ich den Schwerpunkt auf das Stärken der inneren Ressourcen und die Lösungsfindung setze. Dies impliziert auch, die bisherigen Lösungsversuche eines Menschen zu würdigen, auch wenn sie nicht zielführend waren.

Es sind hauptsächlich die inneren Überzeugungen, Bilder und Vorstellungen, die den Leidensdruck verursachen. Insofern kann man davon ausgehen, dass auch psychische Wachstums- und Heilungsprozesse durch die Veränderung der inneren Überzeugungen, Vorstellungen und Bilder in Gang gesetzt werden. Daher sehe ich darin das Kernstück meiner Arbeit.

Dabei verbünde ich mich mit dem Klienten gegen seine Symptome. Stattdessen machen wir uns gemeinsam auf die Suche, die Funktion des bisherigen Verhaltens und Handelns herauszufinden bzw. nach der Entwicklungsaufgabe zu suchen, die dem Problem innewohnt. Wir probieren weitere mögliche Sichtweisen und Perspektiven. Letztlich geht es um die Erweiterung der Möglichkeiten, mit den Herausforderungen umzugehen.

In der Systemischen Beratung und Therapie geht man grundsätzlich davon aus, dass jeder Mensch ein unverletzbares Kernselbst und eine innere Weisheit für seine ganz individuelle Problemlösung in sich trägt. Meine Rolle besteht in der einer „Wegbegleiterin“, die Sie unterstützt, dieses Wissen zu entdecken und zu nutzen.


Kontakt & Termine

Praxis

Shakespearestr. 34
04107 Leipzig
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Sprechzeiten

Termine nach Vereinbarung
Telefon 0341 / 918 533 96
Mobil 0157 / 806 680 67
MO – MI 9 – 19 Uhr
DO-FR 9 – 16 Uhr

Marie A. Bochmann

Psychologin BSc.
Amtsärztlich geprüfte Heilpraktikerin auf dem Gebiet der Psychotherapie Über michArbeitsweise


Buchempfehlungen

Michael Bohne: Klopfen gegen Lampenfieber. Sicher vortragen, auftreten, präsentieren. rororo Taschenbücher
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Ego-State-Therapie

Zur Verarbeitung belastender Lebenserfahrungen nutze ich die Arbeit mit Inneren Selbstanteilen, die Ego-State-Therapie.

Die verschiedenen „Seiten“ oder auch „Rollen“, die ein Mensch hat, kann man auch Innere Selbstanteile nennen. Es gilt, diese Anteile miteinander in einen hilfreichen, lösungsfokussierten Dialog zu bringen.

In erster Linie geht es vor allem darum, die stärkenden, ressourcenreichen Selbstanteile besser für sich nutzbar zu machen. Häufig berichten Klienten über selbstsabotierende „Innerer Kritiker“, deren Rolle und Auftrag dann genauer betrachtet wird, um diese Anteile besser zu integrieren. Dies ist ganz häufig bei der Bewältigung von Sprechangst, Auftrittsangst und Prüfungsangst der Fall.

Als Folge belastender Lebensereignisse (wie auch Trauma) kann es auch verletzte oder trauernde Selbstanteile geben (bzw. auch „Innere Kind-Anteile“), deren Leid es zu würdigen gilt und die in längerfristiger Psychotherapie „nachträglich versorgt werden“.


Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie (PEP® nach Dr. Bohne)

PEP® ist eine Methode zur Lösung von Selbstblockaden und zur Veränderung innerer „Lebensfallen“ (Schemata), die an der Verwirklichung der eigenen Potenziale hindern.

In PEP® werden Methoden genutzt, die der Veränderung der Beziehung zu sich selbst und zu den Mitmenschen dienen. Ergänzend dazu kann eine Klopftechnik eingesetzt werden.
Die Arbeit an den Beziehungen ist der zentrale Wirkfaktor von PEP®. Es gibt eine wichtige Wechselbeziehung zwischen der Art und Weise, wie man sich selbst und seinen Mitmenschen begegnet sowie den Denkmustern und inneren Annahmen, die das Leben bestimmen. Dies hat einen tiefen Einfluss auf das emotionale Erleben und ist daher grundlegend für ein glücklicheres, zufriedeneres Leben.
Wohlwollende, annehmende Gefühle in Bezug auf die eigene Person wirken deutlich selbstberuhigend und damit stressreduzierend. So werden bei PEP® bestimmte Methoden zur Stärkung der Selbstakzeptanz und damit der Beziehung zu sich selbst eingesetzt. Dies ermöglicht dem Klienten, sich selbst wieder als handlungsfähig zu erleben und auch in schwierigen Situationen die Kontrolle zu behalten.

Dr. Michael Bohne spricht von fünf Ursachen („Big Five“) …

… die blockierend auf Emotion und Verhalten wirken können:

  1. Selbstvorwürfe
  2. Vorwürfe gegenüber anderen
  3. Umgang mit nicht erfüllten Erwartungen
  4. Altersregression („inneres Schrumpfen“ in ein kindliches Alter)
  5. Loyalitäten (Sorge, die Verbindung zu wichtigen Menschen zu verlieren)

Zur Analysierung dieser Ursachen im Detail kann auch ein umfassender Fragenkatalog eingesetzt und im Verlauf der Sitzungen step by step bearbeitet werden.

Der Umgang mit stressverursachenden Gefühlen ist ein weiterer wichtiger Wirkfaktor. Es gibt kritische Situationen, in denen stressverursachende Gefühle dem Denken und Handeln im Weg stehen. Solchen Selbstblockaden wird in PEP® mit Selbstberührung begegnet, indem der Klient nach Anleitung verschiedene Punkte des Körpers selbst beklopft.

Vor allem der Entspannung dient in PEP® der zusätzliche Einsatz von sogenannten Überkreuz- und Atemübungen. Bestimmte Augenbewegungen bewirken neben der Entspannung möglicherweise eine Distanzierung von belastenden bildhaften Erinnerungen und den damit zusammenhängenden Emotionen.
Einen ausführlichen Vortrag von Dr. Michael Bohne über die PEP® können Sie hier sehen: Michael Bohne – Bitte Klopfen – Der Körper als die Bühne der Gefühle

Klopftechnik nach PEP®

Auch in PEP® wird Klopftechnik genutzt. Dazu werden bestimmte Punkte an der Hand, auf dem Gesicht und auf dem Oberkörper durch den Klienten selbstständig beklopft oder massiert. Dabei kommt es nicht auf die exakte Technik an, sondern vielmehr, eine Vielzahl von Hautarealen zu reizen, um damit eine Entspannungsreaktion wie auch verbesserte Veränderungsbereitschaft im Gehirn zu bewirken.

Die Klopftechnik in PEP® ist bewusst von allen esoterischen Heilsversprechen befreit. Dr. Michael Bohne spricht in Bezug auf die Wirkweise des Klopfens von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Wirkhypothesen, die vor allem in den Erkenntnissen der Neurobiologie begründet sind.

Möglicherweise werden z.B. durch die sensorische Stimulation der Haut beim Klopfen Endorphine (wie Serotonin) und Neurotransmitter (wie Oxytocin) freigesetzt, die stressreduzierend wirken. Viele Menschen tun das ganz automatisch, indem sie sich im Moment eines Schreckens ins Gesicht fassen.

Selbstberührung hat eine stressreduzierende und emotionsregulierende Wirkung – wie auch die liebevolle, achtsame Berührung durch einen nahestehenden Menschen.

PEP®-Forschung

Aktuell laufen mehrere Forschungsarbeiten zur Wirkung von PEP® (Affektregulation mit Klopfen). An der Medizinischen Hochschule Hannover ist unter Leitung von Dr. Matthias Wittfoth die weltweit erste Studie, in der die Wirkung eines Klopfverfahrens unter Funktioneller Kernspintomographie (fMRI) untersucht wird, begonnen worden.

Weitere Informationen zu den Wirkhypothesen finden Sie in: Bohne, M. (Hrsg.), Klopfen mit PEP®: Prozessorientierte Energetische Psychologie in Therapie und Coaching, Carl Auer Verlag.

Nicht alles, was sich für die Therapie von Körper und Seele bei vielen Menschen als wirksam gezeigt hat, ist in seiner Art und Weise der Wirkung erforscht und belegt. Um sich ein persönliches Urteil bilden zu können, kommt man um das Ausprobieren nicht herum.